Guten Wein (zu tummel Dich!) [ von Koschutnig am 2010-09-03 09:36:34 ] sollte man so nicht behandeln:
Frisch auf, gut G´sell, lass rummer gahn!
Tummel dich, gut’s Weinlein!
Das Gläslein sol nit stille stan, Tummel dich, tummel dich, tummel dich,
Gut’s Weinlein!
Tummel dich, gut’s Weinlein.
Er setzt das Gläslein an den Mund,
Tummel dich, gut’s Weinlein!
Er trinkt’s heraus bis auf den Grund. Tummel dich, tummel dich, tummel dich,
Gut’s Weinlein! Tummel dich, gut’s Weinlein.
Er hat sein Sachen recht getan,
Tummel dich, gut’s Weinlein!
Das Gläslein soll herummer gan!
Tummel dich, tummel dich, tummel dich,
Gut’s Weinlein! Tummel dich, gut’s Weinlein.
Schenkt ein, schenkt ein den kühlen Wein,
Tummel dich, gut’s Weinlein!
Das Gläslein muss verschlemmert sein.
Tummel dich, tummel dich, tummel dich,
Gut’s Weinlein!
Tummel dich, gut’s Weinlein.
Weinkenner waren die deutschen Landsknechte halt grad nicht! Mit den Noten findet sich das Landsknechtlied aus dem 16. Jh. in Joseph Kürschner: Deutsche National-Litteratur. Stuttgart 1883 ff., Band 13, S. 153 f. (Nr. 46, "Tummler") http://tinyurl.com/2an3asa
Möglich, (zu tummel Dich!) [ von albertusmagnus am 2010-09-02 11:25:25 ] daß man sich in einigen Gegenden Deutschlands auch tummelt,
mach hin wäre in Österreich aber die Aufforderung, etwas zu zerstören! Auf der einen Seite (zu stibitzen) [ von JoDo am 2010-08-29 22:39:55 ] könnt´ man jetzt sagen: Na gut, DAS ist also nicht wirklich österreichisch,
auf der anderen Seite aber auch:
Österreich ist viel größer, als man denkt ...
Was will ich damit ausdrücken:
Es gibt Worte, die unsereiner ung´schauter als ´österreichisch´ durchgehen lassen möchte, die sich aber bei genauerer Betrachtung als gar nicht dessen würdig erweisen. Lessing, Goethe und Kleist haben´s auch schon. (zu stibitzen) [ von Koschutnig am 2010-08-28 22:30:25 ] Seit Anfang des 18. Jh. findet sich das umgangssprachliche Wort, das das Entwenden fremden Eigentums ziemlich verharmlost, in deutschen Quellen immer wieder. Spez. österr. ist es eindeutig nicht!
Reinecke, der Fuchs, der sitzt
lichtscheu in der Erden,
und verzehrt, was er stipitzt,
ohne fett zu werden. (Heinrich v. Kleist)
Es könnte Schüler-Ursprung haben - die "bi-Sprache" gibt´s seit dem 16. Jh. In dt. Gegenden existieren fürs Klauen auch "stitzen", "stritzen" und "stribitzen", die sind aber lokal geblieben. Wann immer (zu Szepter) [ von Koschutnig am 2010-08-28 22:17:15 ] ich irgendwo "Zepter" les´, reißt´s mich und ich muss mich stessn: Das ist ja die draußige Schreibweise, so fremd kommt´s mir vor!
Die Übersetzung "D: Zepter" wär´ aber ausreichend. Im Kommentar steht ja, dass es außerhalb Österreichs veraltet ist. 1784 wurde (zu Tabakregie) [ von JoDo am 2010-08-28 21:06:47 ] die Österreichische Tabakregie unter Joseph II. als Vollmonopol für alle österreichischen Länder gegründet. Dieses war unter anderem zur Versorgung von Kriegsinvaliden gedacht, die bei der Zuteilung der Verschleißstellen bevorzugt wurden (Trafik für einfache Soldaten, Großhandel für Offiziere). Daneben wurden auch schuldlos verarmte Beamte auf diese Weise versorgt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Austria_Tabak#Das_Vollmonopol_von_1784_bis_1996
http://www.egoisten.de/benesch_st/page404/page404.html
http://www.suchtmittel.de/info/nikotin/000655.php Tut leid, (zu Kellerlachpartie) [ von JoDo am 2010-08-28 20:56:11 ] eine originalgetreue Übersetzung ist mir bei bestem Willen nicht eingefallen. Bei mia zaus (zu zuhaus) [ von JoDo am 2010-08-28 20:11:38 ] bin i nia zaus
owarim Wiazhaus
bin i wia zaus,
drum gee i a ned zaus. eine ´Å´passde´ kann sein: (zu abpassen) [ von JoDo am 2010-08-28 18:32:00 ] • Ein einzelnes Stück (die Hälfte von einem Paar) Frankfurter
• eine einzelne Knackwurst
• eine in mehrere Untereinheiten eingeteilte (eben: abgepasste) Wurstschlange. (Kletzerln ...)
... vielleicht ist (zu abpassen) [ von JoDo am 2010-08-28 17:56:27 ] DAS ein Austriazismus?
´ auf der Pass sein´ - auf der Lauer liegen, auf der Hut sein, in ungeduldiger Erwartung sein Zitat: (zu auf die Seife steigen lassen) [ von JoDo am 2010-08-27 19:58:02 ] "Späße mit Prominenten sind zurzeit in Mode. Die brutalsten kann man sich auf MTV anschauen. Der Popsender lässt Prominente auf die Seife steigen."
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4409&Alias=wzo&cob=202521 Ich liebe ´Gleddaboodschn´! (zu Kletterpatschen) [ von JoDo am 2010-08-25 21:01:06 ] Während der normale Bergschuh durch seine Steifigkeit unangenehm auffällt, hat der ´Kletterpatschen´ so eine angenehme Elastizität, die die Fußbewegungen optimal auf den Untergrund zu übertragen imstande ist. |