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Ạlpendollar

der, -s, -

Schilling


Wortart: Substantiv
Kategorie: Humorige Bezeichnungen
Erstellt von: HeleneT
Erstellt am: 03.07.2006
Bekanntheit: 92%  
Bewertungen: 12 0

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Kommentare (2)


Es war in erster Linie jener Schilling, der 1925 die inflationäre Krone als österr. Währung ablöste - und er wurde anerkennend nicht nur in Österreich so genannt:
The Geneva Protocols secured a League of Nations loan in the amount of 650 million gold crowns for Austria (Economic Reconstruction). The Austrian shilling became the new legal tender, a currency so stable that, up to the German Anschluss of 1938, it was known as the Alpine dollar .
source: Roy Palmer Domenico, Mark Y. Hanley (ed.), Encyclopedia of Modern Christian Politics (2006)
Mit einem einzigen Alpendollar konnte man sich in einem Beisl ein gutes Mittagessen kaufen, aber viele hatten diesen Alpendollar zu oft nicht, und es nutzte ihnen nichts, wenn die eigene Währung zu den am besten gefestigten in Europa zählte.
source: Heinrich Drimmel, Vom Kanzlermord zum Anschluss. Österreich 1934-1938 (1987)
Mit 150 Alpendollar in die Türkei
source: Hilde & Willi Senft, Herbert Tichy. Das abenteuerliche Leben des großen Österreichers (2003)
Der Mann starrte zuerst den Schein und dann Justus an. [...] „Das sind alte österreichische Schillinge" ... „Auch Alpendollar genannt“, unterbrach ihn Bob
source: Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer, Die drei ??? und das Geheimnis der Särge (1996, 2011)

Koschutnig 20.10.2017


Zitat aus dem „Neuen Österreich“ v. 19. Okt. 1947:

Heute blicken wir auf den Goldschilling, auf den "Alpendollar“ beinahe mit sehnsüchtiger Bewunderung zurück
source: Karl Bachinger, Der österreichische Schilling. Geschichte einer Währung (1974)

Eine wehmütige Beinahe-Wiederauferstehung hatte der Alpendollar allerdings viel später erlebt, als man sich der alten Bezeichnung erinnerte und sie scherzhaft auch auf den neuen Schilling übertrug:
Schwerer Abschied vom Alpendollar - In Österreich überlässt der Schilling dem Euro nicht kampflos das Feld
source: Winfried Münster & Roland Bettschart, Der Euro. Fragen und Antworten zum neuen Europa-Geld (1997)

Koschutnig 20.10.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich verwendeten sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert den Wortschatz der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Für Studenten in Österreich, gibt es eine Testsimulation für den Aufnahmetest Psychologie.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Betonung entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden aus nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Vokabulars alles rund um die Küche.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Eingang in die Schriftsprache.