Pomọtscherl, Bomọtscherl, Bonmotscherl

das,
[ bom'otschal ]

origineller Spruch; Erzählung eines erheiternden Ereignisses


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Erstellt von: Pernhard
Erstellt am: 10.10.2019
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Kommentare (3)


Angeregt wurde der Eintrag durch eine Antwort im Forum, denn offenbar viel häufiger als für ein "kleines Bonmot" wird das Bomotscherl oder Pomotscherl für ein „G’schichtl“ im Sinn etwa einer Anekdote gebraucht. Übrig bleibt dabei evtl. eine gewisse Originalität:
- Bomotscherl
Noch ein Bomotscherl am Rande.
Mein Schwager (Austrianer), mit dem ich nach dem Spiel telefoniert habe, hat gemeint, dass er ziemlich angefressen ist. Nein, nicht wegen dem Spiel oder der Niederlage, sondern wegen seiner Tochter (6 Jahre), die schon seit den frühen Morgenstunden im Rapid Leiberl herumgelaufen ist und sich total gefreut hat über den Auswärtsieg!
source: Austriansoccerboard,Posting v. 29.11.2010

- Pomotscherl
Danach gings wie immer zum gemütlichen Teil über und wie es eben so ist wurden wieder einige „Pomotscherl“ erzählt.
source: Hauerwirtin.at , Wos woar los 2011

Pernhard 10.10.2019


Noch eins – ganz weit weg vom Bonmot-„Sager“:
Ein kleines "Pomotscherl" bzgl. des Fliegenbinden bei mir zu Hause ... bei der Materialliste, die mir Christian für die Nymphe zusammengestellt hat, sind auch Hasenohr-Grannen für das Schwanzerl der Nymphe dabei, also habe ich mir Hasenohren in Naturfabe dazubestellt - eigentlich irrsinnig grauslich, die abgeschnittenen und behandelten Ohren vom Kaninchen, riechen für mich auch noch etwas streng, aber immer wenn ich jetzt das Material zum Binden hervorkrame sind unsere beiden Hunde ... sehr aufmerksam und schawänzeln immer um mich herum und ich muss aufpassen wie ein Haftlmacher, dass sie mir die beiden grauslichen Hasenohrwaschln nicht vom Tisch runterfladern und zusammenfressen
source: Anglerforum.at
]

Aber hier ein echtes B., von Dieter Chmelar getwittert:
>Sehr hübsches Toni Polster-Bonmotscherl: 'Alaba glaubt an den lieben Gott, Arnautović hält sich selbst dafür."
Pernhard 10.10.2019


Sogar ein noch stärker austrifiziertes, jedoch seiner Herkunft nach noch eindeutig erkennbares „Bonmotschkerl“ gibt's:
Ein Bonmotschkerl am Rande. ÖFB-Duo wählte Messi nicht. Andres Iniesta durfte sich über die Stimmen der ÖFB-Vertreter freuen.
source: LAOLA1.at
. Bedenkt man, dass "bon mot " "gutes Wort" bedeutet, dann fehlt bei der Meldung doch allerhand für jede Art von Bemerkung, nicht?


Eindeutig erkennbar ist das Bonmot der Schreibung nach auch immer noch im „Bonmotschkerl“:
[quote:LAOLA1.at: https://tinyurl.com/yxek5tq7 ] flonaldinho10 wrote: Ein Bonmotschkerl am Rande. ÖFB-Duo wählte Messi nicht. Andres Iniesta durfte sich über die Stimmen der ÖFB-Vertreter freuen. [/qoute]. Für eine geistreiche Bemerkung fehlt da noch allerhand, nicht?
Lupina 11.10.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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