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Pfister

der, -s, --

jugendlicher Senngehilfe


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Arbeitswelt
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 27.12.2011
Bekanntheit: 20%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (1)


In Vorarlberg
hat der Pfister (aus dem mittellatein. 'pistor' = Klosterbäcker), der im Mittelalter im bair.-österr. und südalemannischen Raum das häufigste Wort für den Bäcker war, eine Bedeutungsveränderung zum Almhelfer erfahren:
* "
Wenn .. die Rinder und Kühe plötzlich mit hochgestelltem Schwanz blindlings dahinrannten, um das lästige Ungeziefer abzuwimmeln, kostete es mich als Pfister sehr viel Lauferei und Schweiß, um die Viecher noch vor den gefährlichen Stellen zu erreichen", schreibt Johann Kaufmann, der als Elfjähriger (!) 1935 mit einer Sommerschulbefreiung den Sommer über als „Pfister" auf einer Alm abeitete, in "Sommer auf der Alm"
source: Karl Bauer (hg.),"Bauernleben", S 104

http://tinyurl.com/br88k9lAuf" target=_blank>
der Alm ist neben einem fixen Mitarbeiter noch ein so genannter „Pfister“ tätig, ein Schüler, der während der Ferien als Viehhüter und sonstiger Helfer sein Taschengeld ein wenig aufbessert.
source: Rohne Alpkäserei


*Dank JoDo noch ein Beleg:
"Während der Almzeit sind Altbauer und ‐bäuerin, ein bezahlter Helfer, ein so genannter Pfister sowie ein Enkelkind des/der Altbauern/‐bäuerin ständig auf der Alm und bewirtschaften diese." Anm. 12: "Als Pfister bezeichnet man in dieser Region / d.i. Vorarlberg/ einen Jungen (meist aus dem Kreis der Verwandtschaft bzw. Bekanntschaft), der den Sommer über auf der Alm gegen ein kleines Entgelt mithilft."
source: Christoph Kirchengast , Über Almen

Als Elfjähriger (!) erhielt der Vorarlberger Joh. Kaufmann 1935 aufgrund der finanziellen Bedürftigkeit seiner Familie eine Sommerschulbefreiung und arbeitete den Sommer über als „Pfister" auf einer Alm.
Koschutnig 27.12.2011



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