Kommentare (4)
"Lus(t)stock" ist eine österr. Dialektvariante; "Liebstöckel" ist der Standard
nepomuk 22.03.2006
http://heilkraeuter.net/herbs/liebstoe.htmUrsprünglich ist der Liebstöckel in Südwesteuropa beheimatet. In Mitteleuropa gedeiht er jedoch auch prächtig und wurde deshalb schon vor Jahrhunderten in mittel- europäischen Gärten angebaut. Inzwischen trifft man den Liebstöckel auch hier und da verwildert an.
In der Küche ist der Liebstöckel als Maggikraut bekannt und würzt mit seinen Blättern Kräuterquark und Suppen aller Art.
In der Medizin werden Wurzel und Samen des Liebstöckels für den Harnapparat, Verdauung und weibliche Fortpflanzungsorgane eingesetzt.
Wenn die mehrjährige Pflanze im Garten erstmal einen Lieblingsplatz gefunden hat kommt sie jedes Jahr wieder und wird so gross, dass eine normale Familie ihren ganzjährigen Liebstöckelbedarf für Küche und Hausapotheke damit decken kann.
pedrito 04.04.2006
In meiner Gegend
sagen wir Lustock zu diesem Kraut. Ev. ist dies eine Abkürzung/Verstümmelung, oder aber wegen seiner harntreibenden Wirkung (siehe Eintrag Lulu, das)?
Weibi 14.04.2008
"35,5 cm lang,
und sorgt mit seinem Design für völlig neue Höhepunkte" findet sich beim Googeln, wenn man nach "Luststock" sucht.Will man das Gewürzkraut in Kärnten, frage man besser nach
Lustock/Luschtock- auch wenn die Grazer Uni "Luststock" schreibt.
http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Levi_off.html. Deutsch: Luststock, Lusch, Maggikraut, Badekraut - mit Lust und Liebe hat er aber anderswo doch zu tun von England (Lovage, Love Parsley) bis Russland
(Lyubistok).
Koschutnig 30.11.2009