Uraltes Wort! [ von Koschutnig am 2010-08-03 11:02:03 ]
Althochdeutsch `hāli´, mhd. hæl(e), dann österr. `hāl´, denn "ä"[æ] wurde hier zu [a:] - vgl. Kas, Jager, Madl, Graz ("Grätz"), Karntn..
In alemannischen Dialekten hat´s als `h
äl´ (= glatt; schlau, falsch) überlebt. http://tinyurl.com/33ju53b
Das Wort gab´s auch im Altenglischen und findet sich noch als schwedisch `hal´ für `glatt, schlüpfrig; glattzüngig´.
* In einer Sage aus Absam nahe Innsbruck:
"Der Graf hieß seine Frau nie anders als die hale (= glatte) Schlange".
Zingerle: Kinder- und Hausmärchen (1854), nachzulesen auf;
Sagen.at.
http://tinyurl.com/22qu3lm
* Der Pilzname "Hallimasch" könnte auf "hal" zurückgehen:
"Eine andere etymologische Deutung leitet ihn von „hal (glatt, schlüpfrig) im Arsch“ ab, da die Hallimasche im rohen oder ungenügend gekochten Zustand eine stark abführende Wirkung besitzen" (WP)