Kommentare (4)
Da gibt’s Einträge „schleaparn - schlürfen/trinken“ aus Hollabrunn und „schleppern – trinken/ saufen“ aus Graz, doch Peter Rosegger verwendet „liapern“ :
Gibt’s a Weinl z liapern<
Trinkn ma stoansteirisch (im Gedicht „Stoansteirisch“
http://tinyurl.com/7g2somt) Hat nun der Dichter das „sch“ vergessen, oder hat sich seither das „sch“ von „schlürfen“ zum „liaparn“ hinzugeschmuggelt – oder besteht überhaupt kein Zusammenhang?
Koschutnig 06.11.2011
@ SeppD
Was für eine tolle Suchmaschine benützt du bloß? Du bringst immer wieder grandiose Suchergebnisse! Und heißen Dank für ALO!Ans "lippern" hab ich wohl gedacht, doch lässt sich das -pp- ja nicht mit Roseggers Aussprache mit [ia] vereinbaren.
Eine mögl. Erklärung könnte im Datum 1903 des "Steir. Wortschatzes" liegen: Hat der (nichtakademisch gebildete) Sammler Theodor Unger sich bei seiner Assoziation mit den Lippen vertan? Ist das "liapern" mit dem gelegentlich auftauchenden "lippern" hier in volksetymologischer Art und Weise verdeutscht worden? Der "deutsch-völkische" Germanist und Hg. Khull-Kholwald ("Gebt den Kindern deutsche Namen!") wird nicht jedes Detail nachgeprüft haben, und an Phantasie hat's ja nicht gemangelt. Es soll in diesen frühen Jahren ja z.B. auch im frühen 'Kluge' die "wissenschaftl" Erklärung gegeben haben, dass "Karpfen" mit den Karpathen in Verbindung stehe (so wenigstens eine Behauptung des dabei verschmitzt lächelnden Kranzmayer).
Koschutnig 07.11.2011
Nein, nein.
Nein, das hat wenig mit einer Suchmaschine zu tun.
Diese Online-Ausgabe des "Steirischen Wortschatzes" habe ich mir schon irgendwann früher gesucht, als ich das Buch irgendwo erwähnt gefunden habe. Und wenn es um ein Wort bei Rosegger geht, schaue ich einfach dort als erstes nach.
SebD 11.11.2011