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Tag der Fahne



Nationalfeiertag Österreichs (26. Oktober)


Wortart: Wendung
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Kategorie: Veraltet, Historisch
Erstellt von: dankscheen
Erstellt am: 26.10.2008
Bekanntheit: 70%  
Bewertungen: 7 1

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Kommentare (18)


Ich gehe davon aus...
dieser Eintrag dürfte einigen hier drinnen bekannt sein!Wer es nicht kennt, der schlage bitte (zu seiner Schande)im Internet nach ! *fgdankscheen
dankscheen 26.10.2008


Nationalhymne Österreich Melodie - Wolfgang Amadeus Mozart, 1791 Paula von Preradovic, 1947 od. Johann Holzer, 1753-1818
Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
|: Vielgerühmtes Österreich, :|
2. Heiß umfehdet, wild umstritten
Liegst dem Erdteil du inmitten,
Einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
Hoher Sendung Last getragen,
|: Vielgeprüftes Österreich, :|
3. Mutig in die neuen Zeiten,
Frei und gläubig sieh uns schreiten,
Arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig laß in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören,
|: Vielgeliebtes Österreich, :|
Ist ein Daumenwort für mich.
Meli 26.10.2008


Was soll man dazu sagen ? Daumen und Topwertung ! - GlG -sh-
shadow 26.10.2008


Guter Eintrag; zur Hymne:
Immer schon hat mich daran "Land der Hämmer" am meisten beeindruckt.
System1 27.10.2008


"historisch"
sollte beim Eintrag stehen und "Voläufer des österr. Nationalfeiertags". Nach 1964 heißt der 26. Oktober nicht mehr "Tag der Fahne", sondern "Nationalfeiertag".Alte Bezeichnungen halten sich aber oft lange, s. "Energieferien". Und manch einer, der Österreich nicht für eine Nation zu halten bereit war, nannte dann ab 26. Okt. 65 den neuen "Nationalfeiertag" beharrlich "Staatsfeiertag" (nahm aber gerne das Geld der "Nationalbank" und bemühte sich auch evtl. um einen Sitz im "Nationalrat").
Koschutnig 27.10.2008


ich bin 73er jahrgang...
aber wir haben in der volksschule noch "tag der fahne" gelernt.
avenarius 01.11.2008


Von 1955 bis 1964
wurde am 26. Oktober der Tag der Fahne gefeiert (schulfrei).

1965 wurde der 26. Oktober zum Österreichischen Nationalfeiertag erklärt, seit 1967 gilt für diesen Tag die Feiertagsruhe.

In der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war der Geburtstag des Kaisers Franz Joseph (18. August) "Nationalfeiertag". In Bad Ischl dürfte man etwas verpasst haben, dort wird dieser Tag immer noch gefeiert. Der jährliche Aristokratenauftrieb dient auch als Touristenattraktion.

Während der Ersten Republik war der Tag der Ausrufung der Republik (12. November) Staats- aber nicht Nationalfeiertag.
http://www.castelligasse.at/Politik/Nationalfeiertag/nationalfeiertag.htm
JoDo 02.11.2008


Daß es in der 1. Republik keinen Nationalfeiertag gab, liegt vor allem darin, daß Österreich damals keine Nation war und auch von niemandem, am allerwenigsten von den Sozialisten, als solche verstanden wurde.
Erst der Kommunist Alfred Klahr "erfand" 1937 im Moskauer Exil den Begriff "österreichische Nation", und dieser den Russen auch strategisch und politisch gut ins Konzept passende Ausdruck fand dann gegen Kriegsende (bzw. für Pedanten: Ende der Kampfhandlungen) offizielle Verwendung, um Österreich vom Reich abzuspalten. Österreich dürfte damit zu den jüngsten Nationen (wohlgemerkt: nicht Staaten) Europas zählen. Kreiskys Einschätzung (wenn ich mich nicht irre) dazu war übrigens pragmatisch: Wir haben eine Nationalbank und eine Nationalmannschaft, also sind wir auch eine Nation.
bessawissa 04.11.2008


Es stimmt,
dass die überwältigende Mehrheit der Österreicher (und nicht nur die Deutschnationalen)nach dem Zusammenbruch der riesigen Monarchie, das kleine "Restösterreich" nicht für überlebensfähig hielten, obwohl es schon damals ähnlich kleine Länder gab (Ungarn, Portugal, ...) die damit keine Schwierigkeiten hatten. Natürlich lag es da nahe, sich an ein viel größeres Land mit (einigermaßen) gleicher Sprache angliedern zu wollen.
Ich glaube aber, dass sich schon im 19. Jahrhundert die deutsch sprechenden Österreicher zumeist als Österreicher und nicht als Deutsche gefühlt haben. Und - ohne von außen indoktriniert worde zu sein und auch trotz meiner vielen deutschen Verwandten mütterlicherseits - ging es mir, 10 Jahre nach Weltkriegsende geboren, genau so, ohne dass ich je auf einen anderen Gedanken gekommen bin. Dennoch glaube ich einigermaßen glaubhaft belegen zu können, nie in meinem Leben Kommunist gewesen zu sein. Die Prägung eines Begriffes ist eine Sache, das, wofür der Begriff steht, eine andere. Etwas deutlicher: Auch wenn der Begriff "Molekül" erst sehr jung ist, gibt es dennoch Moleküle schon seit Milliarden Jahren. Und ich behaupte, dass sich Österreicher als Österreicher zu fühlen begannen, als Bayern und Preußen ein gemeinsames "Deutschland" noch nicht einmal hypothetisch ins Auge gefasst haben. Dessenungeachtet gibt es natürlich auch heute in Österreich noch Deutschnationale, die sich nicht als Österreicher fühlen. Sie würden sich aber hüten, solche Ansichten auf ihren Wahlplakaten darzulegen, denn inzwischen fühlen sich auch die meisten Rechs-Wähler eindeutig als Österreicher und nicht als Mitglieder einer "ideologischen Missgeburt". Und, weil es so nur konsequent ist, haben sie die Piefkes als Fremde inzwischen ebenso im Visier wie alle anderen "Fremden" und mir behagt das ebensowenig, denn man muss sich nicht als Piefke-Hasser hervortun, um sich als Österreicher zu deklarieren. Gerade erst am Wochenende bin ich Mitglied in einem naturwissenschaftlichen Forum in Deutschland geworden und wurde von den Menschen dort herzlich willkommen geheißen und freundlich aufgenommen. Zusammengefasst: ich bin gern Österreicher und stolz drauf, aber deswegen muss ich keine andere Nation pauschal verdammen, auch nicht unsere deutschen Nachbarn. Ist ein solcher Gedankengang wirklich so kompliziert, dass ich ihn vor so vielen andauernd rechtfertigen und erklären muss?
Und wenn man heute sieht, wie sich heute Länder, die viel, viel kleiner als Österreich sind (Slowenien, Slowakei, baltische Staaten ...) um ihrer Identität willen freiwillig aus größeren Staatsverbänden lösen und nie im Leben an ihrer Überlebensfähigkeit zweifeln und andere schon jahrzehntelang als Kleine leben (Albanien, Israel, Dänemark, Niederlande ... sogar die Republik Irland ist kleiner als Österreich), muss man davon ausgehen, dass die damalige Angst unterzugehen auf keiner reellen Überlegung, sondern auf den psychologischen Auswirkungen eines Schocks basierte: über Nacht war das Heimatland von einer Fläche, die ein Vielfachees von Frankreich ausmachte, auf kaum mehr als 80000 Quadratkilometer implodiert. In einsm solchen Affekt kann man schon übersehen, dass es daneben chon über 600 Jahre eine nur halb so große Schweiz gab, der solche Ängste nie in den Sinn gekommen waren ...
Brezi 04.11.2008


Ich gehe auf Deinen Beitrag noch näher ein. Vorerst einmal soviel, daß Du Dir auf das tolle Österreichgefühl nicht zuviel einbilden solltest. Immerhin wollten 1921 die Salzburger und die Tiroler (nicht zu vergessen das Andreas-Hofer-Lied mit dem "deutschen Land Tirol") in jeweils getrennten Abstimmungen (mit nordkoreaverdächtigen über 99 Prozent pro Stimmen) den Anschluß an Deutschland. Und die Vorarlberger votierten - ca. 1924 - für den Anschluß an die Schweiz, was nur daran scheiterte, daß die Schweizer das nicht zu schätzen wußten. Und im Burgenland dauerte es bis 1926, bis die letzten Gemeinden fix bei uns waren.
Und da rede ich noch gar nicht davon, daß nach dem Umbruch 1918 der neue Staat "Deutsch-Österreich" hieß und nur das Verbot der Siegermächte verhinderte, daß wir uns an Deutschland anschlossen. Daher sollten wir die Kirche im Dorf lassen. Die Österreicher waren immer ein deutscher Stamm, so wie die Bayern, Hessen, Schwaben, Sachsen, Pommern, Schlesier, Preussen, Thüringer und so weiter, Kaiser Franz Joseph bezeichnete sich, dem unseligen Dualismus zum Trotz, immer als deutscher Kaiser, Mozart nannte sich einen deutschen Komponisten (und war gebürtiger Bayer, weil Salzburg damals gar nicht zu Österreich gehörte), also war damals ein Österreichbezug kein Widerspruch, sondern eine zwingende Ergänzung des deutschen Nationalgefühls.
Und gerade in der multikulturellen Monarchie empfand sich der cisleithanische Teil als deutscher Teil der österreich-ungarischen Monarchie.
Und am Heldenplatz steht immer noch das Denkmal von Erzherzog Karl, dem "wackren Kämpfer für Deutschlands Ehre".
bessawissa 04.11.2008


bessawissa schrieb:
Immerhin wollten 1921 die Salzburger und die Tiroler (nicht zu vergessen das Andreas-Hofer-Lied mit dem "deutschen Land Tirol") in jeweils getrennten Abstimmungen (mit nordkoreaverdächtigen über 99 Prozent pro Stimmen) den Anschluß an Deutschland. Und die Vorarlberger votierten - ca. 1924 - für den Anschluß an die Schweiz, was nur daran scheiterte, daß die Schweizer das nicht zu schätzen wußten. Und im Burgenland dauerte es bis 1926, bis die letzten Gemeinden fix bei uns waren. Und da rede ich noch gar nicht davon, daß nach dem Umbruch 1918 der neue Staat "Deutsch-Österreich" hieß und nur das Verbot der Siegermächte verhinderte, daß wir uns an Deutschland anschlossen.
Bitte leih mir ein Mikroskop, damit ich in meinem Beitrag irgendwas finde, was deinen obigen Feststellungen widerspricht! Meins hat anscheinend nicht genug Auflösung. Und ich bilde mir auf gar nichts etwas ein. "Ich fühle mich als Österreicher." ist eine Tatsache wie "Ich heiße Brezi." Deswegen meint auch niemand, dass ich mir etwas darauf einbilde, Brezi zu heißen. Dass sich Mozart stets als "süddeutscher Komponist" bezeichnete, habe ich in der hervorragenden Biografie von Bernhard Paumgartner selbst gelesen. Er würde sich aber nur halb so sehr darüber aufregen, dass die Österreicher ihn heute als einen von ihren betrachten, wie viele Deutsche. Und die - übersieh das bitte nicht - tun dies, weil sie uns Österreicher nicht als ihresgleichen betrachten. Und dein Argument, Österreicher könnten sich 2008 nicht als Österreicher fühlen, weil sie es 1918 auch nicht taten, sehe ich im scharfen Kontrast zu deinen sonst so intelligenten Argumenten. Lass doch heute eine Abstimmung durchführen! Zwar wird das Ergebnis nicht "nordkoreaverdächtig" ausfallen, aber ich wage vorauszusagen, dass selbst in den traditionellerweise wienkritischen Bundesländern eine Mehrheit Österreich als eigenständige Nation bezeichnen wird. Und was ist ein "deutscher Stamm"?. Nach deiner Definiton müssen sich zu so einer Gruppe auch die Deutschschweizer und (sprachgeschichtlich, aber das weißt du besser als ich) sogar die Niederländer zählen. Frag die aber besser nicht, ob sie sich als Deutsche fühlen, sonst zerreissen sie dich so in der Luft, wie du es (warum eigentlich?) eben mit mir gemacht hast. Und wenn du bei der nächsten Wiener Melange noch immer glaubst, dass die Saalach zwischen Freilassing und Salzburg eine widernatürliche Grenze ist, dann kann, dann will ich dir nicht mehr helfen. Wie auch immer, ich werde diesen Disput, wenn nötig auch einseitig, einstellen, bewusst in Kauf nehmend, dass man mir eventuell das Ausgehen von Argumenten unterstellt. Ich mag nimmer und glaube dass die, die meiner Meinung sind, diese auch mit eigenen Argumenten vertreten können und meines Senfs nicht bedürfen.

Ich weiß und meine das ohne Ironie, dass es respektlos ist, wenn sich einer mit meiner Bildung und meinem IQ mit einem Kaliber wie dir anlegt. Aber wenn jemand so tief in meine Persönlickheitssphäre eindringt und mir vorschreiben will, als was ich mich fühlen soll, beginne ich ungeachtet der Überlegenheit meines Gegners um mich zu beissen. Ein deutscher oder ein österreichischer Instinkt?
Brezi 04.11.2008


Na, da bin ich ja ordentlich mißverstanden worden. Das war geschichtlich und nicht persönlich gemeint, das mit dem "Einbilden". Und sonst habe ich nix Böses gesagt, außer Argumente anzuführen. Warum aber dann die Aufregung, lieber Brezi?

Natürlich ist die Saalach eine Grenze, aber noch lange nicht so wie der Semmering oder gar der Arlberg, also das greift nicht. Und ein Riesenunterschied zwischen einem Braunauer und einem Altöttinger wird wohl nicht bestehen. Zumal ja auch ein Wiener einen Bregenzer schlechter verstehen wird, als ein Grazer einen Hamburger.

Und ich erblicke nirgends ein Wort, das Dir vorschreibt, wie Du Dich zu fühlen hast. Und wenn Du Dich heute als Eskimo verortest, dann wird mir das genauso lieb und recht sein (müssen).

Die Schweiz und die Niederlande sind wenig geeignete Beispiele. Beide kämpften gegen Habsburg um ihre Freiheit und das schon vor 600 bis 700 Jahren. In der Zeit kann dann schon eine Eigendynamik eintreten, zusammen mit einer eigenen, hm, Sprache, die zwar als Dialekt gelten könnte, aber als eigenständige Sprache verstanden wird. All das trifft auf uns Österreicher aber nicht zu. Mal abgesehen davon, daß das Deutsche Reich nie untergegangen ist, sind erst vergleichsweise kurze 53 Jahre vergangen und auch da hat sich, den Umfragen folgend, erst seit den 60er und 70er Jahren eine Mehrheit der Österreicher als Nation gefühlt. Und ganz abgesehen davon, daß die multikulturelle Entwicklung in Kürze sowieso jeden Nationsbegriff im engeren Sinne aufheben wird. Österreich als Staatsnation mag es dann immer noch geben (mehr ist es jetzt auch nicht), aber das ist nicht das, was man gemeinhin unter Nation subsummiert.

Und das vermeintliche Wissen des Volkes, tschuldigen, der Bevölkerung nach jahrzehntelanger Komsumation der veröffentlichten Meinung per Abstimmung auszutesten, wird auch nicht greifen. Wenn Du heute eine Abstimmung zur sogenannten Sparguthabengarantie machst, würden auch 95 Prozent angeben, daß sie glauben, daß sie, welch ein Irrtum, den "Wert" des Sparbuches garantiert bekamen. Gut, vox populi vox dei, aber das Ergebnis hat die Richtigkeit nicht gepachtet. Schon gar nicht im Falle der Österreicher, eines der opportunistischsten Völker der Erde. Ubi Bier, ubi patria :-)
bessawissa 04.11.2008


Dem Appell von cubitus folgend
nehme ich den Kommentar, der an dieser Stelle stand und eigentlich nur mehr an bessawissa gerichtet war, wieder heraus. Ihr könnt ihn als "neuen" Beitrag in der Rubrik "Mitglieder stellen sich vor" zum Thema "Brezi" lesen.
Brezi 04.11.2008


kleiner Irrtum:
bessawissa schreibt:
´Mozart nannte sich einen deutschen Komponisten (und war gebürtiger Bayer, weil Salzburg damals gar nicht zu Österreich gehörte)´
Dazu folgende Bemerkung:
Um 800 nach Christus (Zeit Karl des Großen) wurde das zu Bayern gehörende salzburgische Land unter Bischof Arno zum Erzbistum erhoben.
* Ende des 13. Jahrhunderts folgte die Loslösung von Bayern
* Erzstift Salzburg bestand rund 500 Jahre als eigener Staat (Teil des heiligen röm. Reiches)
* Fürstenerzbischöfe waren sowohl weltliche als auch geistliche Herrscher
http://referateguru.heim.at/Geschichte-Salzburgs.htm
JoDo 07.11.2008


"bessawissa" hat geschrieben:
"Und am Heldenplatz steht immer noch das Denkmal von Erzherzog Karl, dem "wackren Kämpfer für Deutschlands Ehre"."
Interessant: (abgesehen vom kleinen Schreibfehler: Es sollte heißen: "beharrliche Kämpfer für Deutschlands Ehre")
Gibt man den Suchbegriff: "Kämpfer für Deutschlands Ehre" bei Google ein, dann erscheinen NUR Treffer bezüglich Erzherzog Carl (!). Das heißt im Klartext: Er war der EINZIGE sui generis. Außer ihm gab es keine anderen ... bedenklich ...
http://tinyurl.com/6xj82w
JoDo 07.11.2008


no comment
Er ist ein guter Herr, es ist ein gutes Land,
Wohl wert, dass sich ein Fuerst sein unterwinde!
Wo habt Ihr dessengleichen schon gesehn?
Schaut rings umher, wohin der Blick sich wendet,
Lacht's wie dem Braeutigam die Braut entgegen!
Mit hellem Wiesengruen und Saatengold,
Von Lein und Safran gelb und blau gestickt,
Von Blumen suess durchwuerzt und edlem Kraut,
Schweift es in breitgestreckten Taelern hin--
Ein voller Blumenstrauss soweit es reicht,
Vom Silberband der Donau rings umwunden!--
Hebt sich's empor zu Huegeln voller Wein,
Wo auf und auf die goldne Traube haengt
Und schwellend reift in Gottes Sonnenglanze;
Der dunkle Wald voll Jagdlust kroent das Ganze.
Und Gottes lauer Hauch schwebt drueber hin
Und waermt und reift und macht die Pulse schlagen,
Wie nie ein Puls auf kalten Steppen schlaegt.
Drum ist der Oesterreicher froh und frank,
Traegt seinen Fehl, traegt offen seine Freuden,
Beneidet nicht, laesst lieber sich beneiden!
Und was er tut, ist frohen Muts getan.
's ist moeglich, dass in Sachsen und beim Rhein
Es Leute gibt, die mehr in Buechern lasen;
Allein, was not tut und was Gott gefaellt,
Der klare Blick, der offne, richt'ge Sinn,
Da tritt der Oesterreicher hin vor jeden,
Denkt sich sein Teil und laesst die andern reden!

O gutes Land! o Vaterland! Inmitten
Dem Kind Italien und dem Manne Deutschland,
Liegst du, der wangenrote Juengling, da:
Erhalte Gott dir deinen Jugendsinn
Und mache gut, was andere verdarben!
Halawachl 09.11.2008



Meli 15.11.2008


Seit einem Jahr eingetragen
und nur sieben bekannt. Erstaunlich! -sh-
shadow 26.10.2009



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