Kommentare (4)
Im 18. Jahrhundert mussten wichtige (amtliche) Mitteilungen blickdicht verpackt werden. Die Hadern, die für die Erzeugung eines solchen festen Papiers verwendet wurden, waren zumeist aus den alten - blauen - Uniformen. In D hat sich der Begriff für amtliche Benachrichtigungen umgangssprachlich bes.für Mahnungen/Warnungen im Schulsektor erhalten, aber auch Kündigungsschreiben und Mahnschreiben werden ugs. oft als "blaue Briefe" bezeichnet. (s. DUDEN)In Österreich hat das nur persönlich zuzustellende amtliche od. gerichtliche "RSa-Schreiben" (Rückscheinbrief) einen blauen Umschlag.
Koschutnig 30.01.2012
@ Koschutnig
...des mog sch sei, oba daunn miaßat i RSa/RSb wieda separat erklären, waunn i de Übersetzung änder...
nicolai 09.02.2012
War ja keine Kritik,
nur ein Kommentar. Dazu gleich anders herum das Bundeskanzleramt (Help-Redaktion):
RSa-Brief.
Sinnverwandter Begriff: blauer Brief
Ein RSa-Brief (Rückscheinbrief blau) ist ein behördliches Schriftstück, das nur der Empfängerin/dem Empfänger selbst zu eigenen Handen zugestellt werden darf ("eigenhändige Zustellung"). Koschutnig 09.02.2012
Ich würde "eigenhändig abzugebender, behördlicher Rückscheinbrief" hinschreiben
Das erspart die Erklärung, was ein RSa ist, und ist trotzdem korrekt. RSa steht ja hoffentlich schon als eigene Vokabel in unserem Verzeichnis.
@JoDo: ich meine zu wissen, dass die amtliche blaue Farbe schon ein Charakteristikum für Behördenbriefe ist. Irre ich mich? Natürlich kann ich auch in der Schweiz privat einen Rückscheinbrief in ein blaues Kuvert stecken, aber das ist ja was anderes.
Brezi 13.02.2012