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Knobel


[ Knobl, Knofl, Knofi ]

Knoblauch


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Essen und Trinken Natur
Erstellt von: albertusmagnus
Erstellt am: 15.01.2010
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 2 3

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Knoblo
+2 

Kommentare (2)


"Ist da viel Knofel drin?"
Max Scharnigg, Süddeutsche Zeitung: «
Die Verballhornung des "Knoblauch" hin zu "Knofel" ist vielleicht das schlimmste Erbe, das uns die 68er-Generation aufgebürdet hat. [...]







Das war eine Epoche, in der es für weltgewandt galt, mit Lehrer-Freunden ungewaschen an Holztischen zu sitzen, die man "in den Hof" getragen hatte, um dort mediterrane Spezialitäten in teutonischen Mengen zu fressen. Das griechische oder italienische wurde dabei vor allem durch ebenjenen überreichlichen "Knofel" markiert.[...] Der Knofel verschaffte diesen gealterten Lebenskünstlern einen anhaltenden Distinktionsgewinn, für den sich heute niemand mehr interessiert. Denn es waren die Eltern von Jutta und Volker, die, wenn sie `Knoblauch´ sagten, eigentlich Gastarbeiter meinten - beide kamen nicht ins Haus. Volker und Jutta aber begannen genau deswegen den Knoblauch zu lieben, mehr noch, sie gaben ihm den Spitznamen und dosieren ihn seit 30 Jahren in einem Maß über, als könnten sie mit geladenen Knoblauchpressen den Muff unter den Talaren weiterhin bekämpfen

[...] glücklicherweise sagt kaum jemand aus der aktuell plappernden Generation das Wort "Knofel" http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/442466
Knofel
Koschutnig 15.01.2010


Sicherlich ist
"Knobl, Knofl, Knofi" im gesamten deutschen Sprachraum bekannt.

Aber die Begeisterung für alium setivum ist - wie auch das Zitat von Koschutnigg belegt - je weiter nördlich umso endend wollender. Ich kann es leider nicht bele-
gen, doch glaube ich, daß die diversen Diminiutive österreichischen Ursprungs sind. Oder kann sich jemand vorstellen, daß an Mosel oder Rhein zur Weinschorle
ein Fett´nbrot mit Knofl gegessen wird?

Im Gegenteil, die Knofel-Affinados sind (lt. Zitat) Dinosaurier der 68er-Generation,
das Wort selbst "schlimmstes Erbe", das dem deutschen Volk aufgebürdet worden
sei. Gemäß dem Autor Max Scharnigg also in Deutschland zuvor als Ausdruck unbe-
kannt, in Österreich hingegen seit Generationen in Gebrauch und der Genuß der Ze-
hen nicht Ausdruck politischer Gesinnung...

Daher gehört das Wort hierher, für mich ein urösterreichisches! Koschutnigg hat ja
den Nachweis geliefert, daß es vor 68 in Deutschland unbekannt war...
albertusmagnus 16.01.2010



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