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Ladenschwengel

der, -s,
[ Loadenschwengl ]

Verkäufer


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Kategorie: Arbeitswelt
Erstellt von: albertusmagnus
Erstellt am: 06.12.2009
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 0 1

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Kommentare (2)


DWDS:" verächtlich für ‘Ladendiener’ (um 1700). "
Wenn das ein österr. Begriff wäre, wäre er eine Hybride, ein Zwitter oder ein Bastard, halt einfach ein Bankert, denn "Laden" ist definitiv kein österr. Begriff, auch wenn Österreich sich gerne als "Feinkostladen Europas" sieht und auf Grund des österr. "Ladenschlußgesetzes", BGBl Nr. 156/1958, "der Landeshauptmann von Wien" (Jonas) am 14. Jänner 1959 eine "Verordnung über den Ladenschluß an Werktagen" ("Wiener Ladenschlußverordnung") erlassen hat( Landesgesetzblatt für Wien, Jg. 1959, v. 28. 1. 1959). Daraus ist zu ersehen, dass es nicht nur bereits 1952 eine "Wiener Ladenschlußanordnung" gegeben hat, sondern dass schon im "Landesgesetz- und Verordnungsblatt für Österreich unter der Enns" Nr. 390 v. 11.12. 1919 der Ladenschluss im Handelsgewerbe für das Gebiet der Gemeinde Wien geregelt worden war.Einigermaßen sympathisch hingegen wird das Jahr 1926 und ausnahmsweise auch das ominöse Jahr 1934, da "der Bürgermeister von Wien als Landeshauptmann" in zwei Verordnungen (die 1. von Karl Seitz und nach dessen Verhaftung im Feber ´34 die 2. von Richard Schmitz) "betreffend den Laden-(Geschäfts-)schluß der Benzinzapfstellen auf der Straße" (11.2.1926) und "den Laden-(Geschäfts-)schluß und die Sonntagsruhe beim Straßenhandel mit frischgerösteten Kastanien" (22.8.1934) geregelt hat, womit also für die Einheimischen und des Deutschen nicht wirklich Mächtigen das schauderbare Wort "Laden" durch das vertraute "Geschäft" erklärt wurde (§ 19 Abs.2 lit. b, c, Wiener Ladenschlußverordnung). http://tinyurl.com/6ufltya
Koschutnig 12.12.2011


Annette von Droste-Hülshoff
aus Münster/Westfalen über Ferdinand v. Freiligrath (1839): Freiligrath war denn in Münster und erhielt durch Schücking eine Einladung in unser Kränzchen. Ich war den Tag dunsch und wollte nicht kommen; Freiligrath ließ auch absagen [...] er lasse mir sagen, meine Gedichte seien wunderschön, und er hätte viel darum gegeben, mich kennenzulernen; nun ich aber absagen lassen, möge der Henker das ganze Kränzchen holen.

Ich freue mich, ich nicht gesehen zu haben, er muss ein kompletter Esel sein. So ein Ladenschwengel braucht wahrhaftig nicht zu tun, als ob unser Kränzchen ihm die Schweine hüten müßte! Sein schneller und gigantischer Ruhm hat ihn ganz rapplicht gemacht. Man weiß doch auch bei Euch von ihm? Hier in Norddeutschland sind die Leute ganz wie betrunken von seinen Gedichten; schön sind sie auch, aber wüst.

http://www.nach100jahren.de/freiligath-ist-ein-ladenschwengel/* Frankfurter Rundschau (29.10.2011): Der Bundestag als Ladenschwengel.
Den Bundestag trifft keine Schuld, dass er auch mit seinem jüngsten Versuch, sich selbst zu entmachten, gescheitert ist.


[...]

Er hat wirklich alles getan, um die vom Bundesverfassungsgericht verlangte Stärkung seiner Rechte in europäischen Fragen zu unterlaufen, sein Budgetrecht an die Regierung abzutreten und sich so zum Ladenschwengel der Exekutive zu degradieren.
* Jules-Francois Lemarcou, "Einem Lehrer gewidmet":



Die Cessna stürzte ab. „Mitten aufs Familiengericht Tempelhof-Kreuzberg...“, stöhnte Don Miquele. Dass unser vom Jugendamt gezeichneter Ladenschwengel verstohlen ein „Gäb’s Gott!“ raunte, wollten wir überhört haben[...]während der Sibirjake Bajun, entstellt von unserem hinterlistigen Ladenschwengel und dessen Lieblingsspielzeug „Adobe Lichtbildgeschäft CS“, über dem Abgelichteten hinwegzuschweben schien.
http://www.landbote.com/preussischer_landbote_7_volumen/lehrer.html
Koschutnig 12.12.2011



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Das Österreichische Volkswörterbuch ist ein Verzeichnis von österreichischen Wörtern. Als Volkswörterbuch stellt es nicht nur die Sprache der Bevölkerung dar, sondern bietet jedem die Möglichkeit selbst mit zu machen. Momentan sind über 1400 Wörter im Wörterbuch zu finden und über 10.000 Wörter wurden schon eingetragen.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Im österreichischen Volkswörterbuch gehen wir darüber hinaus und bieten eine einzigartige Sammlung von Dialekten, Austriazismen und generell wichtigen Wörtern in Österreich. Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig. Die Seite unterstützt auch Studenten in Österreich, insbesondere für den Aufnahmetest Psychologie und den MedAT für das Medizinstudium.

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Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

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