Kommentare (5)
Perfekt-Form: es hat geschnieben
ospylac 25.11.2008
Ein hübsches Beispiel
dafür, wie "unmodern" echte Mundart ist:Althochdeutsch hieß es 's n i w a n' mit langem i, das mittelhochdeutsch zu -ei- geworden ist (wie 'min wip'zu 'mein Weib'). Das -w- des Stammes hat sich auch im englischen 'snow' erhalten.'sniwan' war ein starkes Verb der "Ablautklasse I" - (wie 'scheinen-geschienen', 'greifen-gegriffen', spei[b]en-gespie[b]en ) daher mundartlich noch 'schneiben-geschnieben [gšnibm]' (wie 'speiben-gespieben' : 'speien-gespieen)
Koschutnig 25.11.2008
gšnibm
heißt es, was ich so in Erfahrung bringen konnte, fast überall in Österreich, nur in meiner engeren Heimat wurde das Verb schwach (Schwächeanfall?) und heißt 'gschneibt'. Sind wir Wiener nur in Grammatik schlecht, oder sind solche Mutationen "legitim"?
Brezi 26.11.2008
gschneibt
Also direkt in meinem Heimatort (Niederösterreich, sehr ländlich) kursieren beide Versionen, wobei allerdings 'gschniebn' häufiger ist und wohl auch als richtiger angesehen wird.
clavicula 26.11.2008
Gestern hots gschnibn,
- gschneibt kenne ich nur aus Tirol.
Wenn allerdings jemand bei der Tür einerschneibt, dann is er einergschneibt, wenn er nicht so bekannt ist, dann ist er möglicherweiser oafoch so dahergschnibn.
Ich würde gschneibt und gschnibn als ex equo gültig bezeichnen.
Irmisato 27.11.2008