Kommentare (5)
ich finde dazu bei Google eigentlich nur .de Einträge auf der ersten Seite
HeleneT 13.09.2006
Mir ist das
eher in den Bedeutungen: "auf Wohl
anständigkeit bedacht", "von übertriebener
Ordnungsliebe" bekannt.
JoDo 09.12.2011
Eher aus Berlin als aus Österreich!
Unbekannte Herkunft. Nach Wiktionary (u.a.):
"wahrscheinlich eine ursprünglich berlinische Bildung zu nord- und niederdeutsch öte „geziert“, wohl unter Einfluss von französisch peut-être"* Erdmann Graeser (Berliner, † 1937): "Lemkes sel. Witwe"(1908):
Nur Tante Liese, Onkel Augusts Frau, hatte etwas auf ihrem Teller liegenlassen. »Die tut immer 'n bißken etepetete, schon wejen ihren Mann, weil er so ville vertilcht!«* Aus Heinrich Conrads (dt. Schriftsteller u. Übersetzer), † 1919) sehr unösterr. Aretino-Übersetzung:
"pomadenduftend, etepetete wie 'n Boden von 'nem Nachttopf" * Jakob Wassermann (Bayer, † 1934), "Christian Wahnschaffe"(1919):
Ja, es habe auch Jungfern. Gewiß habe es das. Aber es sei mickriges Zeug, Ramsch sei das, Pofelware. Das quaßle von Ausgang und Kostfrau, von Heiraten und Möbelanschaffen und sei am dritten Sonntag schon gelehrig wie 'n Pudel. [...] Und sei es mal was Höheres, so sei es doch das Höchste nicht; das ziere sich, koofmich und etepetete, da sei keine Natur mehr drin und keine Ehrlichkeit, man müsse sie erst kuranzen und kirre machen, und wenn sie es mit der Angst vor dem dicken Bauch bekämen, dann kriegte man den Frost in Koppe und möchte sie am liebsten massakrieren.* Frank Wedekind (Hannoveraner, † 1918), "Der Marquis von Keith" (1901):
Anna: "Sehen Sie, ich teile die Menschen in zwei große Klassen. Die einen sind hopp-hopp, und die andern sind etepetete." --
Hermann: "Ich bin Ihrer Ansicht nach natürlich etepetete." --
Anna: "Wenn Sie nicht einmal sagen dürfen, wozu Sie all das viele Geld nötig haben..." --
Hermann: "Jedenfalls nicht, weil ich
etepetete bin!"
Koschutnig 09.12.2011
Das Adjektiv und Adverb "etepetete" [eːtəpəˈteːtə] ist im gesamten deutschsprachigen Raum umgangssprachlich für gmd. "geziert, zimperlich, eigen; übertrieben fein, steif und konventionell". (Duden)
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Standard 13.07.2016