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Hölzernes Gelächter

das,
[ Hü(l)zan´s G´lachta ]

Xylophon


Wortart: Substantiv
Referenz: 0
Besser: 0
Erstellt von: JoDo
Erstellt am: 28.11.2009
Bekanntheit: 36%  
Bewertungen: 3 4

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Kommentare (4)


D e n Ausdruck
hab´ ich schon lang nimma g´hört, gebrauchen tu ich ihn allerdings auch nicht...
albertusmagnus 14.02.2010


Orgelregister
Ich kenne den Ausdruck für ein Orgelregister. Wie bei Wikipedia (Artikel "Orgelregister", "Xylophon") zu lesen ist, ist es ein altertümlicher Ausdruck für Xylophone und verwandte Instrumente.
System1 10.09.2012


Die Verösterreicherung
ist herzig, aber logisch - falls das ursprüngliche Wort tatsächlich „Gelächter” bedeutete.Das „hültze Glechter” ,
ein Orgelregister - „seltzam vñ wunderlick zu hörn“ - beim blinden Heidelberger Orgelsachverständigen Arnold Schlick um 1500 wird vom Herausgeber des "The New Grove" –Musiklexikons, Peter Williams, so beschrieben:
Hültze glechter (hölzernes Gelächter): ein ungewöhnliches Register, dessen Klang ähnlich ist, wie wenn kleine Knaben mit einem Löffel auf einen Topf trommeln. (The European Organ 1450-1850, London 1966)
Nun stellt sich die Frage, was früher da war, die Henne oder das Ei: Wurde der originelle Name des Orgelregisters auf das Xylophon übertragen (griech. - „Holzstimme“, denn urspr. bestand es ja aus einer Reihe von Holzstäben, die beim Anschlagen je nach Länge oder Material unterschiedliche Töne von sich geben), oder war das Xylophon als ein „hültzen Glechter“ die Anregung für Schlicks Bezeichnung des Orgelregisters? Bei Hans Holbein spielt nämlich bereits 1523 ein Skelett auf einem Xylophon.

Hier -
arget=_blank class="stronglink"> [http://www.youtube.com/watch?v=0udPvpWsxi0]

a> - spielt ein neuzeitliches „hölzernes Gelächter“ einer (Michael Beckman) im Lederhosen-Gwandl, und als Percussionsinstrument ist’s auch in mancher Jazz-Band zu hören, z.B. spielt bei den Dixie Syncopaters aus Arnstadt in Thüringen ein Ulrich Bamberger „Waschbrett und hölzernes Gelächter“ (
http://www.myspace.com/syncopaters)

Ob das ursprüngliche „Glechter“ aber tatsächlich ein „Gelächter“ war, darüber gehen die Meinungen auseinander. In seiner Partitur der Zauberflöte schrieb nämlich Mozart: „Gibt ihm
ein stahlnes Gelächter” , im gedruckten Libretto wird das dann zu „Gibt ihm eine Maschine wie ein hölzernes Gelächter” – Papageno bekommt aber von den drei Damen weder ein metallenes, noch ein hölzernes Xylophon, sondern ein „silber Glöckchen“, ein Glockenspiel, das er mit einem Stab zum Klingen bringt. Daraus wird gefolgert, dass das „Gelächter“ eine Verballhornung eines unbekannt gewordenen Wortes „Glechter“ (= Stab, Schlägel )sein bzw. auch das Glockenspiel meinen könnte.(s. Harrison Powley, "Die Zauberflöte. What’s in a name?" - http://tinyurl.com/8dqajtg)
Koschutnig 10.09.2012


Also,
mich hat beim Eintragen die Tatsache bestärkt, dass eine ansehnliche Anzahl von Suchmaschinenergebnissen auf den österreichischen Alpenraum (T, Sbg.) hinweisen.
Ob das ein "reinrassiges" österreichisches Wort ist, darauf möchte ich mich nicht versteigen, aber ein erhöhtes Maß an Österreichbezug ist mMn doch vorhanden.
Zurückweisen muss ich die Kritik aus Hollabrunn: Ich habe keinen Ausspracheeintrag gemacht.
JoDo 10.09.2012



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