Alt-Leisita [ von Koschutnig am 2012-02-24 20:33:00 ]
schrieb zu Silvester 2007 um 11:54 Folgendes:
Es wird auch wie 'loamlaggert' ausgesprochen und weist auf eine 'Leimlache' hin, die sicherlich zähflüssig war. Schwerfällig wäre das auf hochdeutsch, aber ugsprl. LahmarschigDa gibt's aber auf jeden Fall einmal ein Problem mit der Behauptung "
ugsprl lahmarschig": 'Leim' und 'lahm' haben nichts miteinander zu tun!
Wie soll dann ein 'Leim' in
dt. Ugs zu "lahm" geworden sein? (In Wien und in Kärnten wär es möglich.)
Ganz anders erklärt wird der 2. Wortteil so:
"lackert" vom mittelhochdeutschen ‘lanke’ = Lende, also „lendenlahm”
( Leopold Ziller: „Was nicht im Duden steht. Ein Salzburger Mundart-Wörterbuch“ S. 125)
s.a.
http://www.ostarrichi.org/wort-13744-reise-at-loamlackert.html
http://www.ostarrichi.org/wort-5400-at-lahmlockert.html
sowie
http://www.ostarrichi.org/wort-3558-at-loamlatschert.html
Laimgrube [ von JoDo am 2012-02-25 20:26:56 ]
Die
Laimgrube war 1848–1850 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil Wiens im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf, zu einem kleinen Teil auch im 7. Bezirk Neubau.
Der Name Laimgrube ist auf die Lehmgruben, die hier am Abhang des Wienflussufers bereits seit dem 14. Jahrhundert existierten, zurückzuführen. Im Bajuwarischen wurden diese Gruben
Lamgrueben genannt.
DAS nenn´ ich ein Beispiel für falsch verstandene "Rückverhochösterreichischung".
@JoDo: lahm - Lehm - Leim [ von Compy am 2012-02-26 00:49:15 ]
für Sachsen lässt sich das sogar noch erweitern:
gesprochen
Lehm kann bei uns heißen: Leim, Lehm, Leben oder Löwen
Was daraus für einen des Dialektes nicht kundigen entstehen kann, lässt sich denken.
Und
geleemd bzw.
gelehmd bedeutet bei uns
gelähmt oder auch
geleimt.