Kommentare (4)
Geflügeltes (!) Wort:
Da zieht's wie in einem Voglhäusl. Bedarf wohl keiner Erklärung oder Übersetzung. *** Weitere Anmerkung: im Zuge der allgemein fortschreitenden Verhochdeutschung des Dialektes wurde "Vogelhaus" auch als Fremdwort aus dem Dialekt in die Hochsprache eingeführt, was es ursprünglich so nie gab. Es hieß "Käfig" oder äter "Bauer". Volieren heißen auch im Dialekt selten Voglheisln, sondern Volieren, weil das von Form und Größe nicht passen würde und Vogelliebhaber wie alle Hobbyisten lieber einen gehobenen Ausdruck verwenden.
Brezi 28.06.2007
eher "externes" Vogelhaus zur Fütterung im Winter(?)
doc 28.06.2007
EInwand, es bedeutet auch Futterhäuschen, ist berechtigt.
Allerdings war die ursprüngliche Bedeutung die von mir angegebene (auch die als Beispiel angegebene Redewendung passt darauf besser). Ich vermute, dass die nunmehr herrschende Unschärfe durch Kinder verbreitet wurde, die die beiden "Gebäude" nicht so wirklich unterscheiden (Vogelhaus ist für sie ein Haus, wo Vögel drinnen sind). Möglicherweise besteht aber auch ein Bedeutungsgradient zwischen Nordwest und Nordost (wäre ja nicht das erste Mal). Also abwarten, was noch an Senf dazukommt. Ich lass es vorerst so stehen, denn: das Taubenhaus (Taubenkobel) ist ja auch meistens kein Käfig, sondern ein offener, hölzerner Bau. Alles noch offen also.
Brezi 29.06.2007
das Vogelhäusl ist auch das Futterhäuschen am Fensterbrett od. Balkon
also bei mir war der Vogelkäfig immer der Vogelkäfig. Das VOGELHÄUSL war das früher sehr verbreitete Futterhäuschen (nicht der Nistkasten für Meisen) sondern das mit Schrägdach an ein Haus erinnerndes Futterhäusl mit dem Sprießl zum Landen :-) Die Redewendung DA ZIAGTS WIE IN AN VOGLHEISL passt auch auf das Futterhäusl besser. Übrigens würde ich diese Redewendung gern separat eintragen, weil sie wirklich süß ist
rolandschweiger 13.05.2009