Sankt Margarethen im Burgenland ist eine
Marktgemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist ''Margita''.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Sankt Margarethen im Burgenland ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Marktgemeinde ist Sankt Margarethen im Burgenland seit 1647. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Margita verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).
Politik
Bürgermeister ist Eduard Scheuhammer von der ÖVP. Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 8 und
ÖVP 15.
Wappen
Blasonierung: In rotem Schild über einem grünen Berg die goldene Figur der Hl. Margarethe mit dem goldenen Wurm.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Römersteinbruch
.]]Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der
Römersteinbruch, in dem auch heute noch
Kalksandstein abgebaut wird. Hier wurde unter anderem das Baumaterial für den Wiener Stephansdom, aber auch später zum Bau vieler Gebäude entlang der
Wiener Ringstraße gewonnen.In und um den Römersteinbruch sind mehr als 100 Skulpturen aufgestellt. Von 1959 bis in die 70er Jahre wurden hier, auf Initiative von
Karl Prantl, Bildhauer-Symposien durchgeführt (
Symposion Europäischer Bildhauer). Das Bildhauersymposion in St. Margarethen war die Initialzündung für eine weltweite Bewegung, die sich im Laufe der folgenden Jahrzehnte in zahlreichen neuen Bildhauer-Symposien in Europa, Amerika und Asien niederschlug (siehe auch
Straße der Skulpturen (St. Wendel) und
Steine an der Grenze).Im stillgelegten Teil des Steinbruchs finden im Sommer die weithin bekannten Opernfestspiele statt.Am 26. August ist im Römersteinbruch von St. Margarethen die Festspielsaison 2007 zu Ende gegangen. An insgesamt 42 Abenden haben über 217'000 Opernfans im neu gestalteten Areal Verdis «Nabucco» gesehen.Rund 450 Laienschauspieler und weitere 200 MitarbeiterInnen aus allen Alters- und Berufsschichten - vorwiegend aus St.Margarethen führen in 5-jährigem Intervall die Passionsspiele auf. Im Jahre 1926 wurden in St.Margarethen zum ersten Mal Passionsspiele in einem Bauernhof dargestellt. Seit 1961 wird für die alle fünf Jahre stattfindende Aufführung die Naturkulisse des Römersteinbruchs genutzt. Im Jahre 2001 kamen an 20 Spieltagen insgesamt 70.000 Interessierte. Mit dem Reinerlös der Aufführungen werden pfarrliche, soziale und missionarische Projekte unterstützt.
Weitere Bauwerke
Die Pfarrkirche aus dem 13./14. Jahrhundert besitzt eine Ende des 17. Jahrhunderts errichtete Kanzel aus Sandstein und wurde 1959/60 erweitert. Ferner sind ein Karner aus dem 14. Jahrhundert und ein Pranger aus dem 17. Jahrhundert erhalten.