Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Hallodri
, der , -s , -
lebenslustiger, meist etwas unseriöser Mann; Weiberheld; Spitzbube ; Beispiel: Die alleinerziehende Mutter, die aus purem Zufall auf einen Hallodri mit beachtlichen Ausbaufähigkeiten trifft, trägt Fältchen im Gesicht, die Haare schlecht frisiert und besticht durch vulgären Charme. [Die Presse 27.7.2002]

Halte die Pappen!

Halte den Mund!

hamdrahn

umbringen

Hammerl
, die
Wanderschuhe

händisch

manuell; von Hand ; Beispiel: Das händische Einsammeln ist eine Sisyphusarbeit,... [Die Presse 26.07.2007]

Hangerl
, das , -s , -
Geschirrtuch

Hänsel und Gretel

Lungenkraut (Blume)

hantig

bitter

hantig

barsch, unfreundlich ; Beispiel: Kosten - das ist so ein Wort, bei dem man im Hauptverband überhaupt hantig reagiert. [Die Presse 30.6.2001]

happen

klauen

happern

mangeln

Harpfe(n)
, die , -
Bett

Hascherl
, das , -s , -[n]
ängstliche, bemitleidenswerte Person

Hast du narrische Schwammerln gegessen?

Hast du einen manischen Anfall?

hatschen

hinken

hatschen

marschieren, wandern - meist mühsam ; Lustige Anmerkung: Ein Wort für "verheiratete Frau" auf koreanisch lautet [Hatschima]. Ich habe mir das Wort deshalb gut gemerkt, weil die jungen Damen in Korea einen unglaublich schlurfenden, trägen (hatscherten) Gang pflegten, zumindest vor 20 Jahren. Bei uns werden Kinder ermahnt, "geh g'scheit!", dort war es offenbar schick bzw. üblich, eine so misanthropische Gangart zu zeigen.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.