Österreichisches Wörterbuch



Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar, welche auf www.ostarrichi.org gesammelt werden.


Trutscherl

einfältiges Mädchen

Tschapperl
, das , -s , -n
(verniedlichend) unbeholfenes Kind

Tschecherant
, der , -s , -en
Gewohnheitstrinker

Tschick
, der
die ersten paar Zentimeter der Kackwurst ; Dialog vor der Toilette: "Alter, beil dich, mir steht schon der Tschick raus!"

Tschick
, die , -s , -(s)
Zigarette ; Ich las unlängst: un portacenere pieno delle cicce = ein Aschenbecher voller Zigarettenstummel (Kippen). Tschick kommt aus italienisch la cicca. Im Italienischen ein Femininum, daher erklärt sich der schwankende Gebrauch im Deutschen, der oder die Tschick.

Tschick
, der , -s , -(s)
Kippe, Zigarettenstummel, Zigarettenrest

Tschickarretierer
, der , -s , -
Kippensammler ; Tschickarretierer sammeln weggeworfene Tschicks, um sich daraus neue Zigaretten zu wuzeln.

tschicken

Zigarette rauchen

tschinageln

hart, fleißig arbeiten

Tschinagler
, der , -s , -
fleißiger Arbeiter

Tschoch
, der , -s
Mühe, Anstrengung

Tschocherl
, das , -s , -n
kleines, meist schlechtes Café

Tschompe

Kartoffel

Tschopperlwasser
, das
dünner Fruchtsaft, Kindergetränk, nicht alkoholisches Getränk

Tschurifetzen
, der , -s , -
Intimpflegetuch

Tschusch
, der , -en , -en
Eigentlich Jugoslawe, oft verwendet als Bezeichnung für Ausländer ; Herkunft: Das Wort ist in verschiedenen Sprachen mit der Bedeutung "fremd" zu finden. Im Kroatischen findet mal zum Beispiel "tuđ" [tudsch] und "čudan" [ tschudan ] für fremd. Slowenisch findet man das Wort "tuj" für fremd. Die abwertende Verwendung des Wortes hat sich erst im Laufe der Zeit ergeben.


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.