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branteln - anbrennen; angebrannt riechen oder schmecken


Österreichisch :

branteln

Deutsch :

anbrennen; angebrannt riechen oder schmecken

 
Eingereicht von :Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt))
Eingereicht am :2012-01-19 11:21:36
Verwendung :ugs
 
Kategorien : noch keine Kategorie
   



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Kommentare:

Tirol [ von Koschutnig am 2012-01-19 11:25:09 ]
Johann Baptist Schöpf: "Tirolisches Idiotikon"(Innsbruck 1866, S. 54):
brantig, adj.: nach Angebranntem riechend, brenzelig; vom Rostbrand ergriffen, wie manchmal der Weizen; (von Wunden) entzündet.
branteln,v.: in diesen Bedeutungen
- http://tinyurl.com/6ontj2d
Die eingesündigte Schü darf nicht branteln! [ von Koschutnig am 2012-01-23 10:50:05 ]
Rezept für "Braune Schü" [Suppe*)]:Man dünste geputzt und klein geschnittene Petersilwurzeln, Zwiebel, eine gelbe Rübe, Pastinake, Sellerie und Zitronenschalen im Schmalze schön braun, daß sie nicht branteln und keinen unangenehmen Geschmak erhalten, lege einen gut gebakenen Fisch hinein...
Johann Evangelist Fürst: "Lehr- und Exempel-Buch, worin sonnenklar gezeigt wird, wie der wie der Ertrag des geringsten Gutes in kurzer Zeit außerordentlich erhöht werden kann, wenn die Haus-, Feld- und Garten-Wirthschaft nach den besten praktischen neuern Verbesserungs-Erfahrungen betrieben werden: mit mehr andern, sehr nützlichen und einträglichen Neben-Hilfs-Mitteln", Pustet-Verlag, Salzburg-Passau 1821, S. 216 - http://tinyurl.com/7njvoyb

*) Zwar wird "Schü" (vom Französ. "jus") für die Brühe auch vom "Herrschaftlichen Mundkoche in Wien" Franz Anton Weilhuber in seinem "Teutschen Universal-Kochbuch" ( 1822) gebraucht (S. 327f., 396), doch ist das Wort für die Suppe auch in württemberg. und bayer. Kochbüchern zu finden.
Weilhuber rechtfertigt die eindeutschende Schreibung französischer, "in unsere wortreiche, allumfassende teutsche Sprache eingesündigter Benennungen" auf S.76/77. http://tinyurl.com/86lcugn

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