Nicht nur ein "Sportbegriff", sondern vor allem eine Nicht-grad-Intelligenzbestie: [ von Koschutnig am 2012-03-10 15:59:40 ]
Wer an Åpfl schält und er isst'n nit,
wer a Deantl liabt und er hålst es nit,
wer ins Wirtshaus geht und er trinkt kan Wein
muaß a rechter Påtznlippl sein.Fassung aus St. Pölten, aufgezeichnet 1881 ( Walter Deutsch, Karl Gutkas: Volksmusik in NÖ.
St. Pölten und Umgebung, Wien, 1993, S. 81) http://tinyurl.com/7eaw5nn
Der
"Patznlippl", von "Philipp" wie der Lippl mit der Endlung -l, in der, wie Sprachwissenschaftler erklären, Grobschlächtigkeit und geistige Unbeholfenheit ineinander übergehen (vgl. Stoffl, Löitl, Lörl, wie in Lackel, Lümmel, Hammel) ist weit bekannt - Karl Finsterwalder, Wolfgang Meid: "Studien zur Namenkunde und Sprachgeographie", Innbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft 16, Innsbruck 1971, S 269 http://tinyurl.com/7rvarnl
* 2009-11-17(aus Liezen) taucht er in der Beurteilung von Russis "Patzer" auf
"nicht nur beim Essen; kenne auch "Patznlippl"* Bei Retti zu "patzen" aus Kärnten:
Patznlippl (ktn.) jmd der viel kleckert http://tinyurl.com/7dyw27k
* Im Mühlviertel (Hinteranger, Gem. Schwarzenberg) wurde 1973 dieser Vers aufgezeichnet:
s' Dirndl war nett, wanns an andern Buam hätt,
aber ums Dirndl is schad, weils an Batznlippl hat.http://www.dancilla.com/wiki/index.php/Schnupftabak